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Erste-Hilfe-Fortbildung für Lehrkräfte

Auch am diesjährigen Buß- und Bettag wurde an unserer Schule eine Erste-Hilfe-Fortbildung für interessierte Lehrkräfte angeboten. Dabei standen viele bedeutende Inhalte auf der Tagesordnung, unter anderem die Wundversorgung und der Umgang mit Gelenkverletzungen und Knochenbrüchen. Alle Lehrkräfte frischten zudem ihre Kenntnisse im Bereich der lebensrettenden Sofortmaßnahmen auf. Aufgrund der vielen Praxisübungen, beispielsweise der Durchführung der stabilen Seitenlage und Wiederbelebungsmaßnahmen, fühlten sich alle Teilnehmer am Ende des Tages wieder sicher, bei Unfällen richtig und schnell reagieren zu können. Herzlichen Dank an das BRK für die Durchführung dieser bedeutenden Fortbildung.

Thomas Bugl

Besuch der KZ-Gedenkstätte in Dachau

 

Am Dienstag, den 19.11.19, fuhren wir, die 9a und die 9bG, gemeinsam zur KZ-Gedenkstätte nach Dachau. Bereits in der 8. Klasse und auch zu Beginn der 9. Klasse haben wir den Zweite Weltkrieg im Unterricht behandelt, dennoch war es sehr beeindruckend, an einem so historisch wichtigen Ort zu sein.

Frau Stöttwieser erzählte uns, wie die Gefangenen ins Konzentrationslager kamen und wie sie hier in „Empfang“ genommen wurden. Im Ausstellungsbereich konnten wir sehen, welche Gegenstände den Häftlingen abgenommen wurden und welche Strafen sie bei nicht Beachtung der Regeln erhielten. Auf dem Appellplatz berichtete uns Frau Stöttwieser von den täglichen Zählungen, die sich manchmal über Stunden hinzogen. Kaum vorstellbar waren für uns die damaligen Bedingungen in den Baracken. Wir überlegten uns Fluchtversuche aus dem KZ, doch schnell wurde uns klar, dass die wegen des Grabens, der etlichen Wachtürme, dem Stacheldraht und dem Zaun mit Starkstrom nicht möglichen waren. Zum Schluss waren wir noch im Krematorium. Dies stimmte uns alle sehr nachdenklich, da hier etliche Menschen verbrannt wurden.

Anne Gunkler

Bundespolizei informiert Fünftklässler über das richtige Verhalten auf Bahnanlagen

 

Aus welchen Gründen kommt es immer wieder zu folgeschweren Unfällen auf Eisenbahnanlagen? Und wie können Kinder und Jugendliche die Risiken eines solchen Unfalls auf ihrem Schulweg, aber auch in ihrer Freizeit, minimieren? Polizeihauptmeisterin Michaela Hofmeister von der Bundespolizeiinspektion Freilassing klärt am Mittwochmorgen zusammen mit einem Kollegen der Bundespolizeiinspektion Mühldorf die Fünftklässler der Heinrich-Braun-Mittelschule über unachtsames und leichtsinniges Verhalten auf.

Nach einer kurzen Erläuterung der vielfältigen Aufgabenbereiche der Bundespolizei kommt Frau Hofmeister zum eigentlichen Thema des heutigen Tages: Wie verhalte ich mich auf Bahnanlagen richtig? Mithilfe einer sehr informativen Power-Point-Präsentation schafft es die äußerst engagierte Polizistin, das Interesse der Fünftklässler für dieses wichtige Thema zu wecken. Anhand anschaulicher Beispiele und der aktiven Teilnahme der Schüler gelingt es ihr, den Blick auf die lauernden Gefahren zu richten. Vor allem Kinder und Jugendliche unterschätzen oftden Luftsog an der Bahnsteigkante oder den extrem langen Bremsweg von Zügen. Eindringlich appelliert sie an die anwesenden Kinder, dass Gleise nur an ausgewiesenen Stellen überquert werden dürfen und dass besondere Vorsicht an der Bahnsteigkante geboten ist. Das Übertreten der weißen Sicherheitslinie ist erst nach dem Anhalten des Zugs erlaubt. Alle, egal ob Jung oder Alt, sind dazu verpflichtet, sich an die geltenden, klaren Regeln zu halten – ansonsten besteht Lebensgefahr.

Zudem ist den beiden Beamten ein weiteres Thema wichtig: es kommt immer wieder vor, dass Jugendliche aus Abenteuerlust auf Züge klettern oder gar auf ihnen „surfen“. Wer sich in die Nähe der Oberleitungen begibt, spielt mit seinem Leben. Dabei muss die Leitung nicht berührt werden, der Strom kann die Luft „überspringen“ und auf einem Lichtbogen über den Körper zur Erde gelangen – mit meist fatalen Folgen für den Menschen. Abschließend warnt Frau Hofmeister noch vor einem weiteren Trend: Gleise werden oft als Fotomotiv verwendet – dabei ist ein Fotoshooting auf Bahngleisen nicht nur leichtsinnig, sondern auch ordnungswidrig.

Sichtlich beeindruckt von der lehrreichen Doppelstunde verlassen die Fünftklässler die Aula mit vielen neuen Denkanstößen. Der Sicherheitsbeauftragte der Schule, Herr Thomas Bugl, bedankt sich im Namen der ganzen Schule bei den Bundespolizisten für ihr Engagement und ihren Einsatz im Bereich „Schulwegsicherheit“.

Thomas Bugl

Sprachreise nach England

Engländer können nicht kochen, haben einen schwarzen Humor, trinken den ganzen Tag Tee und lieben Fish and Chips. Typische Klischees, aber sind sie auch wahr? Schüler der 9. und 10. Klassen der Heinrich-Braun Mittelschule Trostberg haben sich auf den Weg gemacht, um das zu überprüfen und ihre bisherigen Englischkenntnisse aufzupolieren.

Das Interesse war groß, als nach langer Zeit wieder eine Sprachreise nach England für die Schüler der Mittelschule Trostberg angeboten wurde. Per Losverfahren wurden 35 glückliche Schüler ermittelt, die sich Anfang Oktober mit dem Bus auf die lange Fahrt nach London machten. Nach 17 Stunden waren viele Schüler überwältigt, als sie zum ersten Mal in ihrem Leben mit der U-Bahn fuhren. Die Lehrer hatten große Mühe alle zusammenzuhalten, als sie vom Buckingham Palace zum Trafalgar Square spazierten, denn englische Eichhörnchen zogen das Interesse dreier Schüler auf sich. Bis alle Schüler wieder eingefangen waren, dauerte es eine Weile.

Bei den Horse Guards schieden sich die Geister. „Die sind doch nicht echt!“, war sich Amelie sicher. Sie staunte nicht schlecht, als sich die Wache plötzlich bewegte. Am Piccadilly Circus beeindruckten die Straßenkünstler die Schüler mehr als die Leuchtreklame und so mancher wäre hier gerne länger geblieben. Aber der Hunger trieb alle Richtung Chinatown. Hier wurde gegessen, die ersten Souvenirs gekauft und erste reale Erfahrungen mit der englischen Sprache gesammelt. Während anschließend einige den Seiltänzer im Covent Garden beobachteten, bummelten andere über das Areal und bestaunten das Angebot der Handwerker und Künstler. Müde und voller neuer Eindrücke erreichten alle am Abend die Jugendherberge und waren froh über ein gemütliches Bett, in dem man sich ausstrecken konnte.

Am Sonntag ging es dann mit dem Boot auf der Themse vorbei an Sehenswürdigkeiten wie der St. Paul’s Cathedral, dem Tower und unter der Millennium Bridge und der Tower Bridge hindurch bis nach Westminster. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren alle mit dem London Eye und bestaunten die Großstadt von oben. Leider fanden Restaurierungsarbeiten am Big Ben und den Houses of Parliament statt. Einen ungehinderten Blick auf diese Sehenswürdigkeiten konnten die Schüler im 4D-Kino bei einem virtuellen Flug über London erhaschen. Beim Fußmarsch in die Innenstadt bewunderten einige die Hütchenspieler. Von der Westminster Abbey ging es vorbei an der Downing Street wieder nach Chinatown. Nach der Mittagspause versammelten sich viele rund um einen Zauberer und machten große Augen, als dieser Geld verschwinden ließ, Häschen verzauberte und viele Fragen unbeantwortet ließ.

Während der Busfahrt nach Broadstairs zu den Gastfamilien machte sich große Aufregung im Bus breit. Viele waren neugierig und erleichtert, als sie von ihren „Familien“ in Empfang genommen wurden. Im Laufe der Woche genossen viele Schüler gutes Essen und wunderbares Wetter, tranken Tee zum Frühstück, lernten neue Leute kennen, sprachen Englisch mit den Gastfamilien und dem Personal der Sprachschule, entdeckten den Ort und seine Umgebung, versuchten sich beim Karaokesingen oder Barndance, spielten am Strand, besichtigten die Stadt Canterbury und lachten Tränen bei den Spielen mit dem Drama teacher.

Im Unterricht am Broadstairs English Centre arbeiteten die Schüler unter anderem mit den Lehrern an der Verbesserung unserer Aussprache. Sie konnten bereits gelernte Strukturen anwenden und ihr Wissen ausbauen. Auch bei den von der Schule organisierten Aktivitäten hatte jeder viel Gelegenheit sein Sprachwissen anzuwenden und zu erweitern. In Kleingruppen erkundete sie die Stadt Broadstairs im Südosten Englands und plauderten mit Einheimischen. Bevor es am Freitagmittag mit dem Bus zurück nach Hause ging, besichtigten alle gemeinsam einen Freizeitpark in Margate, der kurz vor dem Ruin steht. In einem Kleinprojekt galt es herauszufinden, warum der Freizeitpark für viele Bürger der Stadt nicht attraktiv genug ist und wie man die Rentabilität steigern könne.

Zufrieden und ausgelaugt, mit einem Rucksack voller neuer Erlebnisse und Eindrücke machten sich alle schließlich wieder auf den Heimweg. Ein Teil der Vorurteile gegenüber England und seinen Bewohnern konnte während der Zeit dort abgebaut werden. Die Reise hat allen gut gefallen, viele Erwartungen wurden übertroffen und die meisten Teilnehmer können eine Fahrt dorthin nur empfehlen.

Die Teilnehmer der Sprachreise bedanken sich herzlich bei den Sponsoren der umliegenden Betriebe, die die Reise finanziell unterstützt haben, den Gastfamilien und dem Personal des Broadstairs English Centre sowie bei den Mittelschulen Grassau und Siegsdorf für die Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Fahrt. Ein großer Dank geht auch an die Busfahrer, die uns sicher nach Hause gebracht haben. Außerdem möchten sich die Reiseteilnehmer bei der Schulleitung und den Lehrern für die Möglichkeit bedanken, an der Sprachreise teilnehmen zu können.

Rebecca Poth

Ein Ausflug zu den Römern und Kelten

17.09.2019

Die erste richtige Schulwoche hatte gerade begonnen, als es für die Klassen 6a und 6dG der Mittelschule Trostberg schon wieder hieß: Raus aus dem Klassenzimmer und ab Richtung Chiemsee!

Für die Schülerinnen und Schüler ging es darum, das Leben der Kelten und Römer besser kennenzulernen, welches sie bislang meist nur aus Büchern und dem Geschichtsunterricht kannten.

So wurde die 6a im Keltengehöft Stöffling von Quintus Tiberius Octavius in Empfang genommen. Als römischer Legionär gekleidet führte Matthias Ziereis die Schülerinnen und Schüler durch das Keltengehöft und zeigte ihnen dabei die verschiedenen Gebäude, wie Stall, Vorratshaus, Werkstatt und Wohnhaus, mit ihren unterschiedlichen Bauweisen und Funktionen.
Anschließend durften die Schüler im Haupthaus Platz nehmen und Quintus führte ihnen die Benutzung von Alltagsgegenständen der Römer wie z.B. von Wachstäfelchen oder einer Kornmühle vor, was die Kinder auch begeistert eigenhändig ausprobieren durften. Zum Abschluss des Besuchs im Keltengehöft durften sie auch noch eine Runde mit dem überraschend schweren Marschgepäck eines römischen Legionärs durch das Gelände drehen.

Währenddessen konnten die Schülerinnen und Schüler der 6dG in Seebruck Reste des alten Römerkastells untersuchen. Bei der Erlebnisführung mit der in antiker Kleidung gewandeten Martina Ziereis bekamen die Schüler Einblicke in die Siedlungsgeschichte von Seebruck: Die Kelten hatten an der Stelle der heutigen Kirche Sankt Thomas und Sankt Stephan einen Tempel für den Gott Bit gebaut, während ihre Siedlung in einiger Entfernung lag. Da sich allerdings in der Antike fast an der gleichen Stelle wie heute eine Brücke über die Alz befand, entwickelte sich dort schon bald reger Handel. Als die Römer ihr Reich schließlich Richtung Norden ausdehnten, unterhielten sie im Chiemgau friedliche Handelsbeziehungen mit den Germanen und beschlossen, die Alzbrücke mit einem kleinen Kastell zu schützen. Um sich den Segen des eigentlich keltischen Gottes Bit zu sichern, erbauten sie an der Stelle des einfachen Holztempels einen großen Steintempel und gaben Bit den lateinischen Namen Bedaius – nach dem wiederum das heutige Museum (Bedaium) benannt ist.
Zum Schluss durften die Kinder noch in römische Kleidung schlüpfen und das Gewicht von Helmen, Kettenhemden und Schilden austesten, was sie auch mit großer Begeisterung taten.

Dann brach die 6dG von Seebruck aus auf und wanderte die Alz entlang in Richtung Stöffling, um dort das Keltengehöft zu besichtigen. Auf dem Weg kam ihnen die 6a entgegen, welche ihrerseits auf dem Weg ins Römermuseum war. Nach dem Programm sammelte der Bus die Kinder und Lehrerinnen wieder ein und die Klassen kamen pünktlich zum Unterrichtsschluss bzw. Mittagessen wieder in Trostberg an.

Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Simone Gruber und Bärbel Schambeck (6a) sowie Cornelia Enneking und Lisa Scheer (6dG).

Lisa Scheer