Völkerball der 5. Klassen

Im Rahmen des erweiterten Basissportunterrichts veranstalteten die 5. Klassen ein Völkerballturnier. Hierbei konnten sich die Schülerinnen und Schüler so richtig auspowern und gemeinsam Spaß haben!

Die 9cG holt die Geschichte persönlich ins Klassenzimmer

Am 20.12.22 begleitete Frau Riehl als Zeugin deutscher Geschichte die Schülerinnen und Schüler der 9cG auf eine Zeitreise in die 1970er Jahre der DDR, einer relativ ungeplanten Flucht, den Mauerfall bis hin zum Neustart in der Bundesrepublik Deutschland.

Bis zu ihrem 21. Lebensjahr lebte sie in Sachsen-Anhalt, absolvierte das Abitur und fing ein Studium an. Doch ihre Zukunft gestaltet sich ganz anders als zunächst noch erwartet.

Frau Riehl berichtete in einem lockeren Gesprächsrahmen über ihre aufgehobene Kindheit im sozialistischen System und ersten Zweifeln im Jugendalter. Besonders die Vergleiche des Schulalltags heute mit ihrem Alltag in der DDR interessierte die Jugendlichen. Sechs Tage Unterricht mit gelenktem Nachmittagsprogramm in der DDR standen dabei einem relativ freien Schulalltag heute gegenüber. Sie wies auch auf viele Unterschiede, die wir heute selbstverständlich erachten, wie z. Bsp. einen Fahrschulbesuch, hin. Dieser brauchte zu Ihrer Zeit in der DDR viel zeitlichen Vorlauf. Ein anderes Beispiel war ihre Schwester, die kurz nach der Geburt ein Auto für ihren Sohn bestellte, in der Hoffnung, dass er dieses dann zum 18. Geburtstag erhält. Nach dem Einblick in den Alltag der DDR ging die Zeitzeugin besonders auf die Probleme der Menschen in der DDR ein, was für sie persönlich schließlich zu einem radikalen Schritt führte.

Im September 1989 plante sie mit ihrem Freund einen Urlaub nach Ungarn mit dem Ziel von dort aus das Land illegal zu verlassen. Sie betonte, dass diese Entscheidung eine Einbahnstraße war. Hatte man einen Schritt in Richtung Flucht unternommen, galt man als Staatsfeind und konnte nicht mehr zurück, ohne verhaftet zu werden. Immer wieder stockte der Vortragenden der Atem bei der Erinnerung an die emotionalen Ereignisse und die 9.Klässler hingen gebannt an ihren Lippen. Letzten Endes war Frau Riehl am richtigen Ort zum rechten Zeitpunkt und erhielt durch diesen Zufall die Chance auf eine organisierte Ausreise in den Westen. Am 11.9.1989 kamen Busse, die das ungarische Ausreiselager leerten und deren Bewohner in den Westen transportierten. Die Zeitzeugin wie auch ihre Begleiter wussten dabei nicht, wo das Ziel der Busse sein würde. Beim österreichisch-deutschen Grenzübergang war allerdings klar: es ist tatsächlich geschafft. In Trostberg wurden die Neuankömmlinge freundlich auf dem heutigen Volksfestplatz empfangen und in einer gut organisierten Zeltstadt versorgt. Viele Mitreisende reisten die Tage darauf zu Verwandten oder Bekannten weiter, nicht so Frau Riehl. Sie und ihr Freund kamen vorerst bei einer Familie in Tacherting unter. Kurz darauf begann sie mit einer Ausbildung bei AlzChem, ging nebenbei in die Abendschule und zog kurz darauf in ihre eigene Wohnung ein. Danach informierte sie schließlich ihre Mutter per Postkarte, wo sie war. Dies führte zu polizeilichen Befragungen und Druck auf ihre Familie in der DDR. Kurz darauf kam der Mauerfall nach 40 Jahren DDR-Regime. Die großen politischen Ereignisse des Jahres 1989 führten dazu, dass sie tatsächlich Weihnachten bei ihrer Familie verbringen konnte – als freier Mensch. Eine dauerhafte Rückkehr in die Heimat kam für sie trotzdem nicht in Frage. Nicht zuletzt, weil sie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die sie in Bayern erfahren hatte, nicht unbeantwortet lassen wollte.

Nach diesem persönlichen Rückblick stellten die Jugendlichen noch eine Vielzahl von Fragen, die von Frau Riehl sehr eindrucksvoll, ehrlich und persönlich beantwortet wurden. Zum Schluss diskutierten die 9.Klässler mit ihrer Klassenleiterin und der Zeitzeugin über Parallelen zur heutigen Coronapolitik und den Umgang mit Geflüchteten. Die Geschichte persönlich ins Klassenzimmer zu holen, erwies sich als absolut lohnenswertS!

 

Von der Kartoffel zur Pommes

Dieses Frühjahr übernahm die Partnerklasse 6 die Betreuung des Hochbeets auf dem Schulgelände der Heinrich-Braun-Mittelschule.

Nach kurzer Überlegung beschlossen wir, Kartoffeln und Sonnenblumen einzupflanzen. Und schon nach kurzer Zeit waren die ersten Ergebnisse zu sehen.

Unter unserer regelmäßigen Kontrolle und natürlich auch durch die entsprechende Pflege wuchsen sowohl unter als auch über der Erde die Pflanzen. Nach den Sommerferien hatte sich eine Sonnenblume besonders prächtig entwickelt.

Kurz vor den Herbstferien war es dann soweit! Erntezeit! Insgesamt mehr als 8 Kilogramm Kartoffeln konnten wir gemeinsam ausgraben.

Und dann ging es natürlich an die Verarbeitung. Nach einem kurzen theoretischen Abriss über die Geschichte der Kartoffel seit ihrer Entdeckung wurde im Klassenzimmer geschält, geschnitten und frittiert. Anschließend teilten wir die fertigen Pommes mit den Schülern unserer Regelklasse und auch die Schulleitung war zu einem Imbiss eingeladen.

In den 9. Klassen wurde es „mörderisch“ – Sherlock Holmes was in the house

Im Zuge eines Theaterbesuches am Schauspielspielhaus Salzburg kam die Theaterpädagogin Hannah Schitter zu den 9. Klassen, um mit den Schülern das Stück: „Sherlock Holmes – größter Fall“ zu erschließen. Zu Beginn stellte sie kurz den Inhalt vor, um dann in einer Aufwärmphase die Jugendlichen mit Bewusstseinsübungen für das folgende gemeinsame Theaterspiel zu motivieren. Zunächst sollten die Schüler in verschiedenen Gangarten auf unterschiedliche Weisen den Raum und sich wahrnehmen. Dann näherte man sich dem Thema „Krimi“ mit einem „Mörderzwinkerspiel“. Kreativität und Fantasie waren im Anschluss von den einzelnen Gruppen ebenso gefragt, wie Mut und Selbstbewusstsein als es darum ging, eine Szene zu entwickeln und vorzuspielen, bei der nur der Anfangs- und der Schlusssatz vorgegeben waren. Sätze wie: „Seit seinem Tod hat niemand mehr das Zimmer betreten“. Diese finden sich im Originalstück und sollen beim Theaterbesuch wiedererkannt werden. Die Stunde endete mit einem lustigem Improvisationstheater. Den Schüler hat der Workshop sichtlich gefallen und Lust auf mehr Krimi und den Besuch bei Sherlock Holmes gemacht.

Mittelschüler erleben Afrika

Die siebten Klassen der Mittelschule Trostberg erlebten mit Marianne und Reinhard Penn einen faszinierenden Nachmittag, bei dem sie Einblicke in das oft nicht einfache Leben von Kindern in Tansania bekamen.

Zunächst wurden die Schüler*innen durch wunderschöne Aufnahmen auf eine Reise durch den Serengeti Nationalpark mitgenommen.

Anschließend sahen sie verschiedene Situationen aus dem Alltagsleben einiger Kinder. Sie erfuhren, dass nicht viele Kinder in Tansania eine Schule besuchen dürfen. Oft werden sie zuhause zum Tierehüten oder zu anderen Arbeiten eingesetzt.

Es folgten Szenen aus dem Schulleben in den Bildungseinrichtungen, die vom Förderverein Faraja unterstützt werden. Neben den Schulfächern erlernen hier Kinder mit Beeinträchtigungen Fertigkeiten, die sie zur Bewältigung ihres späteren Lebens brauchen. Besonders beindruckend war es, zu sehen, mit welcher Freude diese Kinder bei der Sache sind und wie stolz, wenn sie etwas geschafft haben.

Zum Schluss durften die Siebtklassler einige mitgebrachte Gegenstände ausprobieren. So versuchten sie, einen Wasserkanister, den bereits Sechsjährige transportieren müssen, auf dem Kopf zu balancieren, was sich als ziemlich schwierig erwies. Spaß hatten sie vor allem daran, afrikanische Kleidungsstücke zu probieren.

Hier noch einige Eindrücke…

Sprachreise nach England

Engländer können nicht kochen, haben einen schwarzen Humor, trinken den ganzen Tag Tee und lieben Fish and Chips. Typische Klischees, aber sind sie auch wahr? Schüler der 9. und 10. Klassen der Heinrich-Braun Mittelschule Trostberg haben sich auf den Weg gemacht, um das zu überprüfen und ihre bisherigen Englischkenntnisse aufzupolieren.

Das Interesse war groß, als nach langer Zeit wieder eine Sprachreise nach England für die Schüler der Mittelschule Trostberg angeboten wurde. Per Losverfahren wurden 35 glückliche Schüler ermittelt, die sich Anfang Oktober mit dem Bus auf die lange Fahrt nach London machten. Nach 17 Stunden waren viele Schüler überwältigt, als sie zum ersten Mal in ihrem Leben mit der U-Bahn fuhren. Die Lehrer hatten große Mühe alle zusammenzuhalten, als sie vom Buckingham Palace zum Trafalgar Square spazierten, denn englische Eichhörnchen zogen das Interesse dreier Schüler auf sich. Bis alle Schüler wieder eingefangen waren, dauerte es eine Weile.

Bei den Horse Guards schieden sich die Geister. „Die sind doch nicht echt!“, war sich Amelie sicher. Sie staunte nicht schlecht, als sich die Wache plötzlich bewegte. Am Piccadilly Circus beeindruckten die Straßenkünstler die Schüler mehr als die Leuchtreklame und so mancher wäre hier gerne länger geblieben. Aber der Hunger trieb alle Richtung Chinatown. Hier wurde gegessen, die ersten Souvenirs gekauft und erste reale Erfahrungen mit der englischen Sprache gesammelt. Während anschließend einige den Seiltänzer im Covent Garden beobachteten, bummelten andere über das Areal und bestaunten das Angebot der Handwerker und Künstler. Müde und voller neuer Eindrücke erreichten alle am Abend die Jugendherberge und waren froh über ein gemütliches Bett, in dem man sich ausstrecken konnte.

Am Sonntag ging es dann mit dem Boot auf der Themse vorbei an Sehenswürdigkeiten wie der St. Paul’s Cathedral, dem Tower und unter der Millennium Bridge und der Tower Bridge hindurch bis nach Westminster. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren alle mit dem London Eye und bestaunten die Großstadt von oben. Leider fanden Restaurierungsarbeiten am Big Ben und den Houses of Parliament statt. Einen ungehinderten Blick auf diese Sehenswürdigkeiten konnten die Schüler im 4D-Kino bei einem virtuellen Flug über London erhaschen. Beim Fußmarsch in die Innenstadt bewunderten einige die Hütchenspieler. Von der Westminster Abbey ging es vorbei an der Downing Street wieder nach Chinatown. Nach der Mittagspause versammelten sich viele rund um einen Zauberer und machten große Augen, als dieser Geld verschwinden ließ, Häschen verzauberte und viele Fragen unbeantwortet ließ.

Während der Busfahrt nach Broadstairs zu den Gastfamilien machte sich große Aufregung im Bus breit. Viele waren neugierig und erleichtert, als sie von ihren „Familien“ in Empfang genommen wurden. Im Laufe der Woche genossen viele Schüler gutes Essen und wunderbares Wetter, tranken Tee zum Frühstück, lernten neue Leute kennen, sprachen Englisch mit den Gastfamilien und dem Personal der Sprachschule, entdeckten den Ort und seine Umgebung, versuchten sich beim Karaokesingen oder Barndance, spielten am Strand, besichtigten die Stadt Canterbury und lachten Tränen bei den Spielen mit dem Drama teacher.

Im Unterricht am Broadstairs English Centre arbeiteten die Schüler unter anderem mit den Lehrern an der Verbesserung unserer Aussprache. Sie konnten bereits gelernte Strukturen anwenden und ihr Wissen ausbauen. Auch bei den von der Schule organisierten Aktivitäten hatte jeder viel Gelegenheit sein Sprachwissen anzuwenden und zu erweitern. In Kleingruppen erkundete sie die Stadt Broadstairs im Südosten Englands und plauderten mit Einheimischen. Bevor es am Freitagmittag mit dem Bus zurück nach Hause ging, besichtigten alle gemeinsam einen Freizeitpark in Margate, der kurz vor dem Ruin steht. In einem Kleinprojekt galt es herauszufinden, warum der Freizeitpark für viele Bürger der Stadt nicht attraktiv genug ist und wie man die Rentabilität steigern könne.

Zufrieden und ausgelaugt, mit einem Rucksack voller neuer Erlebnisse und Eindrücke machten sich alle schließlich wieder auf den Heimweg. Ein Teil der Vorurteile gegenüber England und seinen Bewohnern konnte während der Zeit dort abgebaut werden. Die Reise hat allen gut gefallen, viele Erwartungen wurden übertroffen und die meisten Teilnehmer können eine Fahrt dorthin nur empfehlen.

Die Teilnehmer der Sprachreise bedanken sich herzlich bei den Sponsoren der umliegenden Betriebe, die die Reise finanziell unterstützt haben, den Gastfamilien und dem Personal des Broadstairs English Centre sowie bei den Mittelschulen Grassau und Siegsdorf für die Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Fahrt. Ein großer Dank geht auch an die Busfahrer, die uns sicher nach Hause gebracht haben. Außerdem möchten sich die Reiseteilnehmer bei der Schulleitung und den Lehrern für die Möglichkeit bedanken, an der Sprachreise teilnehmen zu können.

Rebecca Poth