Helfen, nicht wegschauen!

 

Am 12. September 2009 wurde Dominik Brunner (50) am helllichten Tag verprügelt und dabei so stark verletzt, dass er später im Krankenhaus ums Leben kam. Am S-Bahnhof München-Solln hatte er Zivilcourage gezeigt, indem er eine Gruppe von Schülern vor zwei jugendlichen Schlägern schützen wollte. Dreißig Personen sahen dabei zu und setzen Notrufe ab, allerdings griffen sie nicht aktiv ein.

Mit diesem eindrücklichen Beispiel von Zivilcourage beginnt Frau Michaela Hofmeister von der Bundespolizei ihren zweistündigen Vortrag über Zivilcourage und Jugendstrafrecht. Ziel des Vortrags ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu couragierten Jugendlichen zu erziehen. Frau Hofmeister klärt auf, dass wir alle vom Gesetz her verpflichtet sind, bei Straftaten zu helfen. Falls wir dies nicht tun, spricht man von unterlassener Hilfeleistung. Sie ruft dazu auf, etwas gegen Gewalt zu unternehmen und bei Unfällen zu helfen. Jegliche Informationen aus der Bevölkerung sind essenziell für die erfolgreiche Auflösung von Straftaten.

Nicht wegschauen, nicht wegdrehen – sondern aktiv helfen!

Zusammen mit den Neunt- und Zehntklässlern erarbeitet die engagierte Bundespolizistin diverse Möglichkeiten, Zivilcourage zu zeigen: den Notruf wählen, andere zur Hilfe aufrufen, sich ums Opfer kümmern, sich die Tätermerkmale und den Fluchtweg einprägen – und sich als Zeuge zur Verfügung stellen. Zusätzlich weist sie darauf hin, dass lautes Schreien und ein selbstbewusstes, aber nicht provozierendes Verhalten, wichtig sind.

Im Anschluss daran geht Frau Hofmeister noch auf das Jugendstrafrecht ein – ab wann bin ich strafmündig und welche Strafen drohen? Neben Sachbeschädigung, Urkundenfälschung, Raub und Betrug wird auch Körperverletzung thematisiert – hier droht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren.

Thomas Bugl, Sicherheitsbeauftragter der Heinrich-Braun-Mittelschule

 

Bundespolizei informiert Fünft- und Sechstklässler über das richtige Verhalten auf Bahnanlagen

 

Aus welchen Gründen kommt es immer wieder zu folgeschweren Unfällen auf Eisenbahnanlagen? Und wie können Kinder und Jugendliche die Risiken eines solchen Unfalls auf ihrem Schulweg, aber auch in ihrer Freizeit, minimieren? Polizeihauptmeisterin Michaela Hofmeister von der Bundespolizeiinspektion Freilassing klärt am Mittwochvormittag die Fünft- und Sechstklässler der Heinrich-Braun-Mittelschule über unachtsames und leichtsinniges Verhalten auf.

Nach einer kurzen Erläuterung der vielfältigen Aufgabenbereiche der Bundespolizei kommt Frau Hofmeister zum eigentlichen Thema des heutigen Tages: Wie verhalte ich mich auf Bahnanlagen richtig? Mithilfe einer sehr informativen Power-Point-Präsentation schafft es die äußerst engagierte Polizistin, das Interesse der Schüler für dieses wichtige Thema zu wecken. Anhand anschaulicher Beispiele und der aktiven Teilnahme der Schüler gelingt es ihr, den Blick auf die lauernden Gefahren zu richten. Vor allem Kinder und Jugendliche unterschätzen oft den Luftsog an der Bahnsteigkante (durchfahrende Züge haben selbst in Bahnhöfen oft eine Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h) oder den extrem langen Bremsweg von Zügen. Eindringlich appelliert sie an die anwesenden Kinder, dass Gleise nur an ausgewiesenen Stellen überquert werden dürfen und dass besondere Vorsicht an der Bahnsteigkante geboten ist. Das Übertreten der weißen Sicherheitslinie ist erst nach dem Anhalten des Zugs erlaubt. Alle, egal ob Jung oder Alt, sind dazu verpflichtet, sich an die geltenden, klaren Regeln zu halten – ansonsten besteht Lebensgefahr.

Zudem ist der Beamtin ein weiteres Thema wichtig: es kommt immer wieder vor, dass Jugendliche aus Abenteuerlust auf Züge klettern oder gar auf ihnen „surfen“. Wer sich in die Nähe der Oberleitungen begibt, spielt mit seinem Leben. Dabei muss die Leitung nicht berührt werden, der Strom kann die Luft „überspringen“ und auf einem Lichtbogen über den Körper zur Erde gelangen – mit meist fatalen Folgen für den Menschen. Abschließend warnt Frau Hofmeister noch vor einem weiteren Trend: Gleise werden oft als Fotomotiv verwendet – dabei ist ein Fotoshooting auf Bahngleisen nicht nur leichtsinnig, sondern auch ordnungswidrig.

Sichtlich beeindruckt von der lehrreichen Doppelstunde verlassen die Schüler die Aula mit vielen neuen Denkanstößen.

Der  Sicherheitsbeauftragte der Schule, Herr Thomas Bugl, bedankt sich im Namen der ganzen Schulfamilie bei der Bundespolizistin für ihr Engagement und ihren Einsatz im Bereich „Schulwegsicherheit“.

 

Stiftung Lesen

Am Montag, den 9.5.22, besuchte unsere Willkommensklasse die Buchhandlung Erdl in der Trostberger Innenstadt. Anlass waren 25 Gutscheine der Stiftung Lesen für das Buch Iva, Samo und der geheime Hexensee. Herr Erdl persönlich stellte den 21 anwesenden Schülern in einer ausführlichen Führung verschiedene Kinder-, Jugend- und Sachbücher vor. Der Ausflug stellte für alle Beteiligten eine wertvolle und willkommene Abwechslung dar.

Zsammgrauft

Auch in diesem Jahr fand in den 7. Klassen wieder ein Projekt zur Gewaltprävention und Zivilcourage statt. Die Jugendbeamten Alexandra Schindler und Michael Blüml von der Polizeiinspektion besuchten die Klasse 7cM am 30.03.22.

Anhand von Übungen und Rollenspielen lernten die Siebtklässler Möglichkeiten für ein gewaltfreies Miteinander kennen. Wie kann ich gemeinsam „Knoten lösen“? D.h. wie verhalte ich mich, um Konflikte lösbar zu machen – nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause oder mit Freunden?

Wann spricht man überhaupt von Gewalt? Mit Hilfe einer Skala erarbeiteten die Schüler die verschiedenen Gesichter von Gewalt und erfuhren dabei, wie unterschiedlich Gewaltempfinden sein kann. Gemeinsam erarbeiteten sie Strategien, wie man sich erfolgreich schützen kann.

Die Schülerinnen und Schüler lernten auch, was es bedeutet, strafmündig zu sein. Ab 14 Jahren kann man strafrechtlich belangt werden, wenn man gegen Strafgesetze verstößt, z.B. bei Körperverletzung, Diebstahl, Sachbeschädigungen, Verkehrs- oder Drogendelikten.

Frau Schindler erklärte an vielen Beispielen aus der Praxis, welche Strafen Jugendliche zu erwarten haben, von erzieherischen Maßnahmen wie Aufsätze schreiben oder Sozialstunden bis hin zu Verwarnungen, Jugendarrest und Jugendstrafe. Erfolgt ein Eintrag in das Bundeszentralregister, so kann das später negative Folgen haben, z.B. wenn man den Führerschein machen oder sich für eine Stelle bewerben möchte.

In der abschließenden Schlussrunde hatten die Schüler*innen noch viele Fragen und viel zu schnell ging der interessante Projekttag zu Ende.

Klasse 7cM mit Frau Fischbacher

 Praxis an Mittelschulen –
Anfertigen einer mobilen Verkaufstheke

In der Woche vor den Faschingsferien vom 21.02. -25.02.2022 bestritten Schüler der Heinrich-Braun-Mittelschule (HBMS) in Zusammenarbeit mit der Kunstagentur „mazu“ aus Rosenheim ein Projekt zur Gestaltung des Schulhauses. Die Idee war, eine Verkaufstheke aus Holz zu bauen, welche in erster Linie beim täglichen Pausenverkauf zum Einsatz kommen soll. Darüber hinaus muss diese aber auch mobil sein, um einen problemlosen Ortswechsel für gewisse Festivitäten an der Schule leicht durchführen zu können. Somit war die Idee einer soliden, funktionsfähigen und mobilen Verkaufstheke geboren. Die Steuergruppe „Schulhausgestaltung“, bestehend aus Lehrkräften der HBMS, der Jugendsozialarbeit und der Schulleitung, machten sich vorab mit Herrn Zuber vom Kunstatelier „mazu“ an die planerische Arbeit, sodass eine praktische Umsetzung alsbald stattfinden konnte.

Das erforderliche Holz wurde vom Bauhof der Stadt Trostberg besorgt, nach vorgegebenem Maß zugeschnitten und pünktlich an die Schule geliefert. Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 6 bis 8 begannen sodann im neuen Werkraum unter der Anleitung von Herrn Christian Hess, freischaffender Bildhauer und freier Mitarbeiter bei „mazu“, mit der praktischen Arbeit, täglich von Montag bis Freitag 08:00 – 15:00 Uhr. Das Holz wurde geschliffen und die einzelnen Platten mit Lamellos fest verbunden, sodass ein stabiles Konstrukt entstand. Im Anschluss gestalteten die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Elemente mit Farbe, bevor ein dem Brandschutz gerechter Lack aufgetragen wurde. Da es sich ja um eine mobile Verkaufstheke handelt, wurden an jedes Element noch Rollen angeschraubt und Plexiglasscheiben montiert, sodass die angebotene Ware sichtbar für die Käufer präsentiert werden kann.

Am Freitagmittag vor den Ferien wurde das Projekt erfolgreich beendet und alle beteiligten Schülerinnen und Schüler trafen sich zur feierlichen Einweihung.

Das Projekt fand bei allen Beteiligten großen Anklang. Durch praktisches und gestalterisches Arbeiten schufen die Schülerinnen und Schüler ein gebrauchsfähiges, robustes und schönes Produkt, welches täglich zur Anwendung kommt.

Die Umsetzung war nur durch die finanzielle Unterstützung der Stadt Trostberg für die aufgewendeten Materialien und der Regierung von Oberbayern möglich, welche im Rahmen von „Praxis an Mittelschulen“ den finanziellen Aufwand für die entstandene Arbeit abdeckte.

Vielen Dank dafür.

Matthias Ramming

 Voll die Party

Der ältere Teil des HeBah-teams hat wieder ein Projekt mit den Schüler/innen der 8. Jahrgangsstufe veranstaltet. Wir haben uns für das Thema Alkohol-Prävention entschieden, da die alten Hasen der Meinung waren das dies ein wichtiges Thema für die Acht- Klässler ist. Wir entschieden uns für Methode „Voll die Party“, weil es ein cooles Tool zum Thema Alkohol ist. Uns ist es wichtig gewesen, dass wir den Schüler/innen etwas mit einen „Spaßfaktor“ in der aktuellen ernsten Coronapandemie geben.

Während des Spieles bekamen die Schüler/innen Rollenkarten zugewiesen. Auf der Karte stand ihr Name, den sie bis zum Ende des Spieles behielten. Weiterhin fand man darauf die Alkoholsorte und die Verträglichkeit sowie die Gruppenzugehörigkeit.  

Aufgabe war es so viel Chips wie möglich an der Bar zu sammeln. Dort wurde, wenn man sich das Getränk bestellt hatte, auch gewürfelt. Je nach Augenzahl musste man eine Aktionskarte ziehen. Auf diesen Karten standen verschiedene Situationen, die Folgen für einen Spieler/innen hatten wie z.B.: du hast zu viel auf der Party getrunken und wirst auf dem Heimweg von der Polizei kontrolliert: gehe für fünf Minuten auf die Polizeistation. Ebenso konnte es einem passieren, dass man sich schwer verletzt hat und deswegen für fünf Minuten ins Krankenhaus musste. Wenn man ganz Pech hatte, dann landete man auf dem Friedhof. Für diese Spieler/innen war dann das Spiel zu Ende und sie mussten die restliche Zeit in einer abgegrenzten Ecke verbringen.

Nach dem Spiel begann das Hebah-team eine mündliche Auswertung mit den Schüler/innen zu starten. Bei dieser wurden Fragen zum Spiel und Alkoholkonsum geklärt. Zwischendurch bekamen die Kinder von Frau Maciej kurze Fachinformationen.

Das gesamte Team hatte den Eindruck, dass es dein Schüler\innen sehr viel Spaß gemacht hat und wir hoffen, dass viel Informatives mitgenommen wurde.

Ferdinand mit Team: HeBah

Den Kopf frei bekommen und trotzdem für das Leben lernen

Über 4.000 Spielsteine aus Holz sind zur Zeit der Renner in den BFA-Stunden der Ganztagesklassen. Neben den kreativen Aspekten werden Kommunikation, soziales Verhalten, Feinmotorik, Rücksicht und Zusammenarbeit gefördert. Spannend wird es, wenn dann bei den Steinen der Dominoeffekt ausgelöst wird und die Steine über mehrere Meter nacheinander zu Fall kommen. Bevor dies allerdings der Fall ist, wird manchmal das Durchhaltevermögen und die Frustrationsgrenze strapaziert. Wenn kurz vor Ende ein Teil der bereits aufgebauten Steine umfällt und der Weg erneut aufgestellt werden muss. Aber die Schüler und Schülerinnen halten durch, sind am Schluss stolz auf ihre Werke und haben zwischendurch auch Spaß am Lernen.

Schoko-Alarm!

Schokocrossies aus fairem Kakao 

Unsere Schüler und Schülerinnen der 7. Klassen lernen im Fach Ernährung und Soziales die Vielfalt an Lebensmittel kennen. Da faire Lebensmittel immer mehr an Aktualität gewinnen, verglichen die Schüler im Fachunterricht fairen mit klassischem Kakao.

Bevor die faire Variante in der Schulküche verarbeitet wurde, informierten sich die Schüler in einem Kurzfilm was das Besondere an fairem Kakao ist, in welchen Ländern er angebaut wird und wie der Anbau und die Ernte abläuft. Unterstützt wurde das mit der „Fairtrade-Kiste“ der Stadt Trostberg, die sich die Schule ausgeliehen hat. Darin befand sich eine getrocknete Kakaofrucht sowie Kakaobohnen, Kakaonibs und Kakaochips mit verschiedenen Kakaoanteilen zur Ansicht. Ebenso anschaulich waren die vielen beigelegten Bilder über den Anbau und die Ernte des Kakaos.

Nachdem die Schüler und Schülerinnen die Vorzüge des fairen Kakaos erkannten, wurde aus fairer Schokolade Schokocrossies hergestellt.

Dafür hackten sie die Schokolade und schmolzen sie im Wasserbad. Währenddessen wurden Mandeln geröstet und Cornflakes zerkleinert. Aus der flüssigen Schokolade, den Mandeln und den Flakes entstand dann eine Schokomasse, die die Schüler zu Häufchen formten. 

Jetzt mussten die Crossies nur noch trocknen. Geduldig und mit einer Portion Schokohunger warteten die Schüler und Schülerinnen darauf sie zu verkosten. 

Am Ende waren sich alle einig, mit der guten Tat faire Schokolade gekauft zu haben, schmecken die Schokocrossies gleich nochmal viel besser! 

Klasse 7a: Theater-Projekt

 

Heute war mal „Theater“ in der Klasse 7a, keineswegs ein anstrengendes oder gar eines, das eine pädagogische Maßnahme nach sich zog, nein, heute waren die Schauspieler unter den Schülern gefragt.

Die Theaterpädagogin Hannah Schütter aus Salzburg entführte die Schüler aus ihrem Schulalltag und ließ sie in eine Phantasiewelt eintauchen, die am Ende einen anderen sehr überraschenden Einblick in die Gedankenwelten und Talente der Schülerinnen und Schüler ermöglichte. Da schimmern wahre Künstler in den jungen Köpfen. Jetzt konnten sich alle ohne Zwänge  ausleben. Sie durften laut, verrückt, lustig und experimentierfreudig sein. Es war eine große Freude, zu sehen, wie engagiert und befreit Teenager sich positiv gehen lassen können, wenn alle Beschränkungen aufgehoben sind. Der Kreativität waren somit keine Grenzen mehr gesetzt. Mal sehen, was auch wir Pädagogen aus dieser Erfahrung mitnehmen können. Schrankenlos können wir nicht arbeiten, dennoch konnten wir sehen, was passiert, wenn wir unsere Schüler geistreich loslassen. Es lohnt sich immer, die Potentiale genau unter die Lupe zu nehmen, sie aus einer anderen Perspektive zu betrachten, da wir es dann im Unterricht umso leichter haben, an und mit dem Schüler an dessen Kompetenzen arbeiten zu können.

Ein „HOCH“ auf die Pädagogik. Ein bisschen Theater muss immer sein, sonst kann nichts passieren!

Alexander Eichler

Zurück ins Mittelalter…

 

… reisten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 6a/6PTK in der Woche vom 06. – 10.12.2021. Und ihre Reise begann mit einer beeindruckenden Begegnung: Die mittelalterliche Bäuerin Agnesia besuchte die Klasse im Klassenzimmer der 6a und stellte sich allen Fragen zu ihrem Leben, die den Schülern und Schülerinnen auf der Seele brannten. Besonders interessiert waren die Schüler und Schülerinnen am Leben der Kinder im Mittelalter sowie an den Lebensbedingungen der bäuerlichen Familien.

 

In zahlreichen Folgestunden erfuhren die Schüler und Schülerinnen darüber noch mehr mit Hilfe eines Gehefts, welches sie bearbeiteten. Viele Texte, Abbildungen und Filmausschnitte ermöglichten den Schülern und Schülerinnen einen immer tieferen Einblick in die Zeit des Mittelalters. Themen wie das Leben der Bauern und der Ritter, die mittelalterliche Stadt sowie das Leben auf einer mittelalterlichen Burg kamen dabei nicht zu kurz.

 

Aber auch die Praxis sollte im Zuge dieser Projektwoche nicht zu kurz kommen: gekrönt wurde das Mittelalterprojekt der Klasse 6a/6PTK durch den Bau einer mittelalterlichen Burg (der Heinrich-Braun-Burg) aus 3.000 Holzbausteinen! In wechselnden Gruppen machten sich die Bauherren an den Bau aller wichtigen Gebäude einer mittelalterlichen Ritterburg. So entstanden Stück für Stück der große Rittersaal, Stallungen für die Tiere, der Bergfried und viele andere Türme und Gebäude, sodass es am Ende in imposantes Bauwerk, das immerhin die Hälfte eines Klassenzimmers maß, zu bestaunen war.

Die Schüler und Schülerinnen, die gerade nicht als Baumeister tätig waren, erstellten Informationsplakate rund um das Thema Mittelalter oder halfen beim Aufbau der thematisch passenden Ausstellung. Ein Vortrag zum Thema Mittelalter inklusive einer Führung durch die Heinrich-Braun-Burg rundeten die Projektwoche ab.

U18 – Bundestagswahl an der
Heinrich-Braun-Mittelschule Trostberg

Am 17.09.2021 war es so weit: Die Schülerinnen und Schüler der 7. – 10. Jahrgangsstufe waren dazu aufgerufen, ihre Stimmen im Rahmen der U18 – Bundestagswahl abzugeben. Die SchülerInnen durften dabei unter Einhaltung der Wahlgrundsätze im Wahllokal wählen wie die „Großen“. Natürlich wurden die Neu-Wähler im Unterricht auf ihre wichtige Aufgabe vorbereitet und das Wahlsystem besprochen.

Die vielfältigen Rückmeldungen der Kinder und Jugendlichen zeigen deutlich, dass sie sich durchaus für Politik interessieren und ihre Meinung gerne vertreten wollen.

Nach Auszählung der Stimmen stand das Endergebnis der Wahlen an der Heinrich – Braun – Mittelschule fest, dieses kann der Übersicht entnommen werden.

Mit Sicherheit ans Ziel

Fahrradturnier des ADAC Regionalclubs

„Radfahren – das kann ich doch schon, alles easy“, dachte sich so mancher Fünftklässler, bevor er am ADAC Fahrradturnier an unserer Schule teilnahm. Doch bald stellten die meisten fest, dass es der aufgebaute Parkour doch in sich hatte. Neben dem richtigen Anfahren, sicherem Abbiegen und zielgenauem Bremsen standen auch noch durchaus kniffligere Aufgaben auf dem Plan. Zwar meisterte der Großteil der Schüler eine sichere Fahrt durch die S-Gasse und das Slalomfahren tadellos, bei der Fahrt über das bereitgelegte Spurbrett, auf dem die Spur und Balance gehalten werden sollte, kamen einige bereits an ihre Grenzen. Noch deutlich schwieriger waren dann die beiden Übungskreisel. Hier war die Aufgabe, sich beim Vorbeifahren eine Kette zu schnappen und anschließend mit nur einer Hand am Lenker im Kreis zu fahren. Die Kette sollte dabei nicht den Boden berühren und am Ende des Kreises wieder sicher zurückgelegt werden. „Gar nicht so leicht, das hätte ich gar nicht gedacht“, konnte man immer wieder hören. Doch einige Fünftklässler kamen fehlerfrei und richtig flink durch den Parkour.

 

Am Ende dieses ereignisreichen Vormittags stand dann die mit großer Spannung erwartete Siegerehrung. Als beste Fahrradfahrerinnen wurden Angelina S., Suela M. und Emilie S. geehrt. Fynn E., Mohammad S. und Joel W. konnten als beste Jungs die Juroren überzeugen. Neben Siegermedaillen durften sie sich auch über Eisgutscheine freuen.

 

Der ADAC Regionalclub Trostberg bietet das bei den Schülern sehr beliebte Fahrradturnier in regelmäßigen Abständen an unserer Schule an. Sowohl unser Schulleiter, Herr Matthias Ramming, als auch der Sicherheitsbeauftragte der Schule, Thomas Bugl, möchten sich recht herzlich bei den Organisatoren Emmy und Hermann Neudecker, Ilse und Hubert Ortmann, Johanna und Werner Unzeitig sowie Ignaz Sperger und Michael Freutsmiedl bedanken. Sie leiteten die Schüler souverän durch den Parkour, bewerteten mit ihrer Fachkompetenz die Schülerleistungen und sponserten die Preise und Medaillen.

Aktion „Hallo Auto“ (ADAC) und
Aktion der FFW Trostberg
für die 5. und 6. Klassen

Quelle: Trostberger Tagblatt vom 30.06.2021

ADAC „Hallo Auto“

Die Freiwillige Feuerwehr Trostberg stellt sich vor.

Bepflanzung des Hochbeets

 

Trotz Covid und schlechtem Wetter ging das Projekt „Unser Hochbeet – neu gestalten“ mit Erfolg an den Start.

 

In den Pfingstferien wagten sich zwei Schüler und Elisabeth Liedl daran, dem alten Hochbeet wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Nachdem die alte Erde gelockert und mit frischer vermischt wurde, ging es an die Überlegung: „Was wollen wir pflanzen?“. Die ursprüngliche Idee war sowohl ein Kräuterbeet, als auch einen Naschgarten zu gestalten. Leider kamen unsere Schüler nie zu dem Genuss, kleine Tomaten und Gurken zu ernten, weil durch den gut einzusehenden Platz sich auch andere Menschen eingeladen fühlten und das Gemüse mitnahmen. Wir hoffen, dass es ihnen geschmeckt hat. 😊Als bessere Alternative kam uns der Gedanke einfach nach unten wachsendes bzw. niedriges Gemüse zu säen. Also Karotten, Radieschen und Gartenkresse. Gedacht, gesagt, getan. Luwam und Eirmiyas Gebrehannes säten, markierten und gossen die neue Aussaat. Da sich zu Beginn der Aktion herausstellte, dass die Katze einer benachbarten Familie das Beet als Toilette nutzte, wurde noch eine Abdeckung gefertigt. Mit dem Meterstab setzte Eirmiyas die Markierungen, schlug mit dem Hammer die Nägel ein und die Schnur wurde so gespannt, dass die Katze keine Lust mehr auf dieses Beet hat. Die gesäten Pflanzen haben aber so viel Platz, dass sie sich gut entwickeln und auch gut gegossen werden können.

Das Beet am 29.05.21.

Die Erde wurde gelockert,

Markierungen gelegt,

gemessen,

genagelt,

die Katzenabwehr gespannt.

Am 03.06.21: Erstes Sprießen

Am 06.06.21: Kräftiges Sprießen der Gartenkresse und der Karotten

Lernen unter anderen Voraussetzungen

 

Die Coronazeit bringt uns viele Vorschriften und Regeln, die auch unseren Unterricht verändern. Aber deshalb muss Lernen nicht langweilig sein.

Im Natur und Technikunterricht haben wir uns an einem Dienstagmorgen frisch desinfiziert, mit Masken und mindestens 1,5 m Abstand im Klassenzimmer getroffen. Erwin, ein Modell mit interessantem Innenleben, stand schon bereit. Es ging um das Thema „Organe“. Aber auch Erwin war keimfrei. War er doch die letzten Wochen im Physiksaal im Schrank in Quarantäne.

Das Vorwissen um unsere Organe war schnell aufgerufen.

Frau Stuhlreiter begann Erwin nach und nach um seine Innereien zu erleichtern. Dabei erklärte sie anschaulich Aufgaben und Funktion jedes einzelnen Organs.

Die Zusammenhänge unserer Organsysteme im Körper wurden dadurch klar, welche Aufgabe von welchem Organ erledigt wird und warum jedes Organ seinen bestimmten Platz und unverkennbare Form hat.

Danach lagen alle Organe in Reih und Glied auf dem Boden. Jeder Schüler und jede Schülerin machte sich Gedanken, schrieb Wissenswertes über ein Organ auf einen Zettel und ordnete ihn zu.

Ein paar Freiwillige meldeten sich für den Zusammenbau von Erwin. Und so wuchs unser Modell wieder zu einem vollständigen Menschen heran.

Jetzt ist uns unser Körper mit all seinen Organen etwas vertrauter.

Einen weiteren Höhepunkt erlebten wir am darauffolgenden Dienstag.

Die Mutter einer Schülerin brachte uns frische Organe aus der Metzgerei, die wir dann mit Gummihandschuhen betasteten und untersuch-ten. So ein Herz ist fest zum Anfassen, da es ein Muskel ist, ganz im Gegensatz zu Lunge oder Leber. Und auch eine Niere sieht in Natur doch etwas anders aus als an Erwin, unserem Modell.

Alles in allem – alle Hygienevorschriften beachtet und trotzdem anschaulich gelernt.

Bauen mit Bauklötzen – das ist Arbeit!

In den ersten Wochen des Schuljahres beschäftigte sich die Klasse 5a im Fach Wirtschaft und Beruf mit der Frage: Was ist Arbeit?

Gemeinsam wurden die fünf Merkmale herausgefunden und analysiert. Aber trifft das wirklich auf jede Art von Arbeit zu? „Was ist denn mit uns Schülern“, wollte eine Schülerin wissen, „arbeiten wir denn auch?“ Natürlich! Als Hausaufgabe gab es dann erst einmal anhand der Arbeit der Eltern herauszufinden, was denn planvoll, zielgerichtet, bewusst, anstrengend und an unterschiedlichen Orten ist.

Um Arbeit handlungsorientiert zu betrachten, kamen über 2000 Bauklötze ins Klassenzimmer. Die Merkmale wurden noch einmal ins Gedächtnis gerufen.

Es entstanden viele unterschiedliche Bauwerke, alle samt kreativ und mit viel Liebe zum Detail gebaut.

Als Bauleiter wurde der Mitschüler Christian, ein passionierter Architekt für Hochbau mit Bauklötzen, bestimmt. Er stellte die verschiedenen Konstruktionsmöglichkeiten der Klasse vor: hochkant stapeln, liegend aufeinander schlichten, mit Abstand zueinander oder eine schiefe Ebene bauen und darauf einen Turm errichten.
Nun musste sich jeder noch Gedanken machen, wie der Grundriss denn auszusehen hat, rund, dreieckig rechteckig, achteckig oder gar eine Fläche?

Und dann gingen alle ans Werk. Jeder mit einem Haufen Bauklötze vor sich. Mancher arbeitet alleine, andere in Teamarbeit.

Aber nicht alle Bauwerke waren so stabil gebaut, oder der Bauherr wollte zu hoch hinaus. Und so kam es, dass ein mannshoher „Twin Tower“ kurz vor seiner Vollendung zusammenbrach und alles unter sich begrub.

Ja, auch das ist Arbeit – alles umsonst! Und anstrengend war es gewesen es zu bauen. Und wahnsinnig lange musste man sich konzentrieren!

Nur mit ruhiger Hand konnte der Turm überhaupt so hoch werden.

Jetzt hieß es: von neuem beginnen und stabil bauen.

Es entstanden viele unterschiedliche Bauwerke, alle samt kreativ und mit viel Liebe zum Detail gebaut.